Weihnachten 2020

Weihnachten ist für viele Menschen heuer kein unbeschwertes Fest. Nicht nur Corona, sondern auch die Lage im Mittelmeer und besonders auf Lesbos machen betroffen. Schüler*innen haben sich daher auf die Suche nach Hoffnungszeichen gemacht. Ihre Hoffnungsbotschaften zeigen wir in einem Video.

Corona und die Einschränkungen, denen man unterworfen wird, verengen schnell den Blick. Die eigenen Bedürfnisse und die Notwendigkeit, sich ständig neu zurechtfinden zu müssen, treten in den Vordergrund. Davon stark betroffen sind auch die Schüler*innen. Sie finden derzeit eine Welt vor, die sie massiv einschränkt: in ihren Entfaltungsmöglichkeiten, ihrem Freiheitsdrang, einem unbeschwerten sozialen Miteinander und ihren Zukunftsvorstellungen. Mit dabei ist oft Angst – die Angst, den schulischen Anforderungen nicht zu entsprechen, keine geeignete Lehrstelle zu finden, Eltern, Großeltern anzustecken, Freundschaften zu verlieren …

Blick über den Tellerrand

Blicken sie über den eigenen Tellerrand, dann finden sie derzeit auch wenig Hoffnungsvolles. Lesbos: zuerst Moria, dann Kara Tepe, stehen beispielhaft dafür, dass das Schicksal von Kindern und ihren Familien immer wieder und vor den Augen der Welt politischen Interessen geopfert wird. Junge Menschen, die selber etwas bewegen und mit Tatendrang in ihre Zukunft aufbrechen möchten, lassen sich von der Not von Menschen berühren. Sie möchten die Welt verändern – in Österreich, auf Lesbos und auch in anderen Teilen dieser Welt.

Um nicht an dieser Welt zu verzweifeln bedarf es aber der Hoffnung: der Hoffnung, dass die Situation wieder besser wird, der Hoffnung, wieder Mut schöpfen zu können, der Hoffnung, dass man etwas verändern kann. Es liegt in der Verantwortung von uns Erwachsenen, den Kindern und Jugendlichen diese Hoffnung nicht zu nehmen, in Österreich, Europa und den anderen Teilen dieser Welt.

Botschaften der Hoffnung

Schüler*innen haben sich auf die Suche nach Hoffnungszeichen gemacht – ausgehend von der biblischen Weihnachtsbotschaft und der Konfrontation mit dem Elend auf Lesbos. Sie haben diese Hoffnung in der Bereitschaft der Helfenden gefunden. Der Blick auf die Helfenden bringt ihre Betroffenheit und den Frust, selber wenig bewegen zu können, nicht zum Verschwinden. Er hält der Verzweiflung, Enttäuschung und Mutlosigkeit aber das Zeugnis von einer starken Menschenliebe entgegen.

Schüler*innen schreiben Botschaften der Hoffnung an die Helfenden in Lesbos und weltweit.

Weihnachten lehrt uns, den Glauben an eine bessere Welt, die Hoffnung, etwas verändern zu können und die Liebe, derer die Ärmsten und Wehrlosen bedürfen, nicht zu verlieren.

In diesem Sinne wünscht das Institut für Praktische Theologie ein gesegnetes Weihnachtsfest!


Autor*innen:
Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Lehner Hartmann ist Universitätsprofessorin für Religionspädagogik und Katechetik und stellvertretende Leiterin am Zentrum für Lehrer*innenbildung.
Theresia Dörflinger MA ist Religionslehrerin in Wien.
Ulrich Brandstetter ist Studienassistent am Institut für Praktische Theologie.
MMag. Florian Mayrhofer ist Universitätsassistent (prae doc) am Institut für Praktische Theologie.

Texte: Schüler*innen aus Wien, Österreich.

Bild: schwarzweisz from Pixabay

Veröffentlicht von Praktische Theologie

Institut für Praktische Theologie Katholisch-Theologische Fakultät Universität Wien Schenkenstrasse 8-10 1010 Wien c/o Assoc.-Prof. Dr. Regina Polak, MAS (Admin)

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