„Es kommt ein Schiff geladen…“ – Zur Aktualität von Weihnachten (Florian Mayrhofer)

Advent ist die Vorbereitung auf Weihnachten – Zeit der An-Frage an mich selbst: Was bedeutet mir dieses Fest?  Welche Deutung gibt mir das, was wir feiern für mein Leben? Ausgehend vom Advent- und Weihnachtslied „Es kommt ein Schiff geladen …“ formuliert Florian Mayrhofer Gedanken zur Aktualität von Weihnachten.

In schnellen Schritten bewegen wir uns auf das Weihnachtsfest zu. Am 3. Adventsonntag feiert die katholische Kirche den „Gaudete-Sonntag“, den Sonntag der Freude – Vorfreude auf das nahende Weihnachtsfest. Ein Fest mit einer revolutionären Message: dass Gott Mensch wird. Viele Theolog*innen haben sich im Laufe der Geschichte mit der Frage nach der Menschwerdung abgemüht und versucht, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Der Advent ist die Einladung, dieses Geheimnis zu ergründen.

Advent – eine An-Frage

Seit Beginn des Advents fordert mich diese An-Frage von Weihnachten heraus, als mir eher beiläufig ein Bild auf Twitter unterkam:

Die Botschaft des Bildes rüttelt dabei nicht nur in Bezug auf die Frauen, Männer, Kinder wach, die tagtäglich die gefährliche Flucht über das Mittelmeer auf sich nehmen. Sie stellt durch das Zitat des alten Advent- und Weihnachtsliedes „Es kommt ein Schiff geladen…“ eine radikale Verbindung zwischen dem Geschehen vor gut 2000 Jahren in Betlehem und der heutigen Situation her. Sie stellt an mich – aber auch an unsere Gesellschaft – die An-Frage: Kann so Weihnachten werden?

Ein altes Lied …

Vielen Menschen ist dieses Lied wahrscheinlich wenig bis gar nicht mehr geläufig. Für mich persönlich ist es eines der wichtigsten Lieder für die Advent- und Weihnachtszeit. Denn es bringt das Gefühl der Erwartung und der Hoffnung auf Rettung, das ich mit Weihnachten verbinde, so treffend zum Ausdruck.

„Es kommt ein Schiff, geladen
Bis an sein höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.“

Der dem Mystiker Johannes Tauler (1300-1361) zugeschriebene Text entstand vor dem Jahr 1450 und geht auf eine Handschrift eines Marienlieds aus 1626 im Straßburger Dominikanerinnenkloster zurück. Es war ursprünglich nur für den kleinen Kreis der Klostergemeinschaft vorgesehen. Wirklich geklärt sind Ursprung und Urgestalt des Textes jedoch nicht. Vielmehr hat sich der Text immer wieder verändert, wurde aktualisiert und der jeweiligen Zeit angepasst. Deshalb finden sich in der heutigen Endgestalt neben adventlichen auch weihnachtliche Motive.1 Die älteste erhaltene Niederschrift des Liedes geht auf den evangelischen Pfarrer Daniel Sudermann (1550- nach 1631) zurück, der es im Nachlass Johannes Taulers gefunden haben will.2

„Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.“

jenseits von Kitsch und Glitzer

Biblische Motive werden in dieser Strophe in der für das Mittelalter typischen Allegorese auf einen tieferen Sinn des Textes hin ausgelegt, sodass das beladene Schiff mit der schwangeren Maria verglichen wird. Geht man davon aus, dass die vierte bis sechste Strophe zum Ursprungstext gehört, legt sich diese Interpretation nahe. Dort werden nämlich Betlehem und der Stall namentlich genannt und der Text der ersten drei Strophen an Weihnachten angebunden.3 Für moderne Ohren mag dieser Vergleich befremdlich klingen: Die schwangere Jungfrau trägt Gottes Sohn in ihrem Leib, sie ist erfüllt von Liebe und heiligem Geist, und gebiert am Ende den Heiland, der Fleisch wird. So kennen wir die Erzählung aus vielen kirchlichen Weihnachtsliedern4, so stellen wir die biblische Szene auch in unseren Krippen unterm Christbaum dar.

Lese ich diesen Text so, wie ich die Advents- und Weihnachtszeit normalerweise erlebe – als ein gestresstes Durchwühlen der Christkindlmärkte im Getümmel der Menschenmengen und Punschstände, auf der Jagd nach dem besten und günstigsten Weihnachtsgeschenk – bleibe ich an seiner Oberfläche stehen. Dann ist Weihnachten wohl am Ende nur ein Fest des Kitsches5, ohne große Überraschung, ein Fest ‚kultureller Betäubung‘ und Behaglichkeit. Nehme ich jedoch den Text und das Weihnachtsgeschehen ernst – also als etwas, das sich mit dem Ruf zur Entscheidung verbindet – muss ich zu einer tieferen Bedeutung vordringen.

Inmitten der Seele

Folgen wir der taulerischen Mystik, legt sich noch eine andere Interpretation des Textes nahe. Das Schiff steht bei Johannes Tauler nämlich auch für das gemuet, womit jener Punkt bezeichnet wird, welches das innerste und wichtigste Zentrum des Menschen war. Im gemuet vermag der Mensch seine Kräfte sammeln und schließlich in Gott überführen. Nichts anderes meint das Wort Seele, der Ort der innersten Begegnung mit Gott. Das Lied kann daher so gedeutet werden, dass es eine mystische Reise beschreibt, den Weg des ewigen Worts ins gemuet, die Seele. Dieses Schiff fährt jedoch nicht aus eigener Kraft, vielmehr sind es Liebe und Heilig Geist, die es in Bewegung setzen.

„Der Anker haft‘ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.“

In der dritten Strophe singen die Gläubigen dabei „der Sohn ist uns gesandt“. Uns bezieht sich auf die Gemeinde, die das Lied singt. Der beschriebene Vorgang und die Gegenwart fallen in einem mystischen Moment zusammen, was auch durch die Verwendung des Präsens in den ersten drei Strophen verdeutlicht wird.6

Mystik heute?

Mystik bzw. mystisch darf dabei nicht verwechselt werden mit einem bloßen Zustand des inneren Ergriffenseins.7 Schon in den Texten des Alten und des Neuen Testaments, in denen von besonderen Gottesbegegnungen die Rede ist, blieb es nie bei der inneren Ergriffenheit, sondern äußerte sich diese in Konsequenzen im eigenen Leben.8 Innerlichkeit ist untrennbar verbunden mit praktischen Folgen. Die Zusage im Indikativ ruft stets die Praxis des Imperativs hervor, der auf die Gemeinschaft der Menschen bezogen ist und gesellschaftlich-politische Relevanz nach sich zieht.9 Dies ist nur möglich, weil die mystische Erfahrung die Zeit überbrückt. Die Vergangenheit und die Gegenwart fallen in eins. Die Geburt und Geschichte von Jesus von Nazareth und meine eigene Geschichte und die der Welt fallen in einem Punkt des Hier und Jetzt zusammen.10

Mehr als Träumerei

Mystik ist demnach keine bloße Träumerei von einer utopischen, besseren Welt, sondern das Greifbar- und Erfahrbarmachen der Botschaft Jesu inmitten meiner Welt. Mystik führt zu Widerstand gegen alle Instrumentalisierungen des Menschen, sei es durch ökonomische, politische oder wissenschaftliche Bemächtigung, aber auch gegen kompensatorische Tendenzen von Religion. Mystik hat das Ziel, jedem Menschen in Geschichte und Gesellschaft realiter zu ermöglichen Mensch zu werden.11 Mystik und Glaube sind dabei zwei Seiten einer Medaille, nämlich der Nachfolge Jesu.

So ist auch das Weihnachtsfest eine An-Frage an mich, die nach einer Ant-Wort ruft: Was ist Menschwerdung? Wie will ich Menschwerdung in meinem konkreten Leben realisieren, will es nicht – im Anschluss an Johann Baptist Metz – ein „bürgerlich zahmes Privathobby oder gesellschaftlich neutrales Sinnstiftungsprojekt“12 sein? So bin ich mitten im Weihnachtsgeschehen angelangt, das mir der Text dieses alten Liedes erschließen will.

Zurück an den Anfang

Ich kehre zurück zu jenem Tweet, der das Lied „Es kommt ein Schiff geladen…“ als zeitliche wie inhaltliche Überbrückung zwischen dem Geschehen vor gut 2000 Jahren in Betlehem und der Situation im Mittelmeer verwendet. Dieser fordert heraus und provoziert. Ich will ihn jedoch nicht als leichtfertigen, unmittelbar moralischen Fingerzeig gelesen wissen, auch nicht als Mystifizierung des Leids der Menschen im Mittelmeer, das mich von Verantwortung losspricht Aber lese ich den Text aus einer mystischen Perspektive, stellt sich mir unweigerlich die Frage: Was ist das Fundament der Weihnachtsbotschaft? Wie will sie heute fruchtbar werden?–So, wie sich der Text des Liedes und seine Auslegung im Laufe der Jahrhunderte verändert haben, fragt er mich: Wer kommt heute mit dem Schiff? Wer ist dieser Gottes Sohn heute? Was hat mir dieses ewig Wort zu sagen? Und was bedeutet letztlich, das Wort will Fleisch uns werden?

Es kommt ein Schiff 2020…

Es kommt ein Schiff geladen, bis an sein höchsten Bord. Täglich machen sich Menschen auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer, weil sie in ihrer Heimat keine Perspektive mehr sehen. Von den Wellen gepeitscht, treiben die nur notdürftig ausgestatteten Schlauchboote auf offener See, in der Hoffnung, dass doch der Moment kommt, in dem der Anker auf Erden haftet, das Schiff an Land ist. Jedes dieser Schlauchboote bringt teure Last. Jedes einzelne Menschenleben, ausgestattet mit unverlierbarer Würde. Seit dem Jahr 2014 sind schätzungsweise 20.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken, ihre Leichname an den Küsten (wenn überhaupt) angeschwemmt, entstellt, namenlos.13 Die, die die Überfahrt überleben, sind dann noch lange nicht am Ende ihrer Reise angekommen. Die inhumane Lage im Flüchtlingslager Moria ist Inbegriff dafür. In diesen Tagen sprach der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler von „einer der größten humanitären Katastrophenschauplätze Europas“ auf Lesbos. Eindrücklich und erschütternd zugleich ist auch der Bericht von Jakob Frühmann, der selbst auf der SeaWatch4 als Helfer tätig war, das auch von der Evangelischen Kirche in Deutschland mitfinanziert wurde. Dass nun griechische Soldaten Geflüchtete, die bereits in Lesbos an Land gingen, wieder im Meer ausgesetzt haben sollen, ist wohl eine der grässlichsten und menschenverachtendsten Seiten dieser humanitären Tragödie in Europa. Es ist schlichtweg ein Skandal.

Es ist zugleich ein Skandal, dass sich auch immer wieder Gleichgültigkeit breitmachen will – so wie es Papst Franziskus in seiner Enzyklika ‚Fratelli tutti‘ treffend formuliert: „Es ist keine mögliche Option, gleichgültig gegenüber dem Schmerz zu leben; wir können nicht zulassen, dass jemand ‚am Rand des Lebens‘ bleibt.“ (Nr. 68). Zurecht prangert er den Verlust des sozialen Empfindens an (Nr. 11). Zurecht kritisiert er, dass Teile der Menschheit geopfert werden (Nr. 18). Zurecht wird er nicht müde, die menschenunwürdige Situation an den Grenzen anzuklagen (Nr. 37-41). Und genau aus diesem Grund fordert er uns auf, nicht nur eine individuelle Nächstenliebe, sondern auch eine politische Liebe zu leben und umzusetzen (Nr. 180-183). Es ist klar, dass politische Lösungen nicht einfach sind. Doch wenn Menschen in Seenot geraten und ertrinken, weil sie keinen europäischen Pass besitzen, wenn Menschen in Schlamm und Regen bei Eiseskälte in notdürftigen Zelten in Ungewissheit ausharren müssen, dann „muss [es] uns so empören, dass wir unsere Ruhe verlieren und von dem menschlichen Leiden aufgewühlt werden. Das ist Würde.“ (Nr. 68).

Das Segel ist die Liebe

Ich sehe vor mir die Bilder der vielen Menschen in den Booten. Sie sind unerträglich, denn sie stellen auch mich, mein Leben in Frage: Baut nicht auch mein Wohlstand, und ist er noch so klein, auf dem Leiden dieser Menschen auf? Das Geschehen von Weihnachten ist ein Protest. Es zeigt mir nämlich: Gott ist nicht gleichgültig gegenüber dem Leiden. Das, was Menschen unter Menschwerdung in Jesus erfahren haben, ist der Maßstab mit dem Christ*innen letztlich sagen können: „Gott ist Liebe“ (1 Joh, 4,16b). Sodass ich singen kann Das Segel ist die Liebe. Dieser Maßstab ist An-Spruch an mich. In meinem menschlichen Vermögen werde ich ihn letztlich nie ganz einholen können. Regina Polak hat kürzlich darauf hingewiesen, dass es Papst Franziskus in Fratelli Tutti daher auch um die mystische Dimension der Liebe geht, den göttlichen Ursprung, der mein begrenztes menschliches Vermögen durchtränkt und ergänzt. Liebe, das sei an dieser Stelle festgehalten, ist dabei nicht der inflationär gebrauchte Begriff, ist gerade nicht der Kitsch, den ich zum eigenen Wohligsein benötige, ist nicht bloße Zuneigung. Sie ist vielmehr, wie Clemens Sedmak treffend zusammenfasst, die „Fähigkeit und Bereitschaft, Bindungen einzugehen, sowie als Fähigkeit und Bereitschaft sich durchbrechen zu lassen.“14 Es ist der Wunsch um das Wohl der anderen um ihrer selbst willen. Sie anerkennt die Wirkkraft meines Gegenübers. Aber sie beinhaltet auch in sozialethischer Hinsicht, Neues wachsen zu lassen und ringt um das Wohl aller. Ich singe Der heilig Geist der Mast, und denke an die biblische ruach, den Lebensatem Gottes, die lebensspende Kraft, die uns Menschen als Menschen leben lässt.

Mensch werden

Der Liedtext ist als Verheißung und Zusage formuliert. Aber diese Zusage will Fleisch werden, will in die Praxis umgesetzt werden. Es ist eine Hoffnung, die sich nicht in träumerischer Utopie erschöpft. Alles andere wäre bloßer Zynismus, weil letztlich eine absurde, böse Welt übrigbliebe. Die im Lied ausgedrückte Hoffnung ist ein Anruf zum Tätigwerden und zur Liebe anstelle von Untätigkeit, Gleichgültigkeit und Vertröstung.15 Wenn ich in diesem Lied davon singe, dass Gottes Wort Fleisch werden will, deuten sich hier praktische Konsequenzen an, weil die Menschwerdung Gottes in Jesus von Nazareth damals und die Menschwerdung heute in einem Moment zusammenfallen. Das ist Zu-Spruch und An-Spruch zugleich, es ist ein Aufruf die Segel zu setzen, den Mast als Ausguck zu nützen, der uns erkennen lässt, wohin unsere Reise gehen muss: zu mehr Menschlichkeit! Vielleicht täte unserer Welt ein wenig mehr Mystik gut, um wieder zum Kern unseres Lebens vorzudringen. Denn letztendlich stellt mir das Lied die Frage: In welcher Gesellschaft möchte ich leben und was kann ich dazu beitragen?

Es kommt ein Schiff geladen erinnert mich heuer besonders an jedes einzelne Schicksal, an jede einzelne Tragödie, an jedes Menschenleben, das im Meer verloren geht. Es erinnert mich daran, dass mit jedem Akt der Unmenschlichkeit Gott immer mehr aus dieser Welt verdrängt und die Menschwerdung ins Gegenteil verkehrt wird. Es wirft den Fokus auf jene Menschen, die keine Lobby in unserer Gesellschaft haben, aber in besonderer Weise auf all diejenigen, denen im Mittelmeer unsägliches Leid widerfährt, das nicht sein dürfte! Es ist ein Aufschrei der Empörung und des Widerstands. Letztlich ein Schrei an mich selbst, mich nicht mit dieser Situation abzufinden, sie zu ändern, ein Aufruf zu einer gerechteren (politischen) Ordnung, in der nicht unschuldige Menschen im Meer ertrinken und an unseren Grenzen erfrieren müssen. Das ist, was mir dieses Kind in der Krippe sagt und aufträgt.

Fotocredit: Image by Gerd Altmann from Pixabay

Autor: MMag. Florian Mayrhofer ist Universitätsassistent (prae doc) am Institut für Praktische Theologie und promoviert im Bereich Religionspädagogik und Katechetik.


1 In dieser Fassung findet sich das Lied auch im katholischen Gesangsbuch Gotteslob unter der Nr. 236.

2 Vgl. Christa Reich, Es kommt ein Schiff, in: Hansjakob Becker u.a. (Hg.), Geistliches Wunderhorn: Große Deutsche Kirchenlieder. München: Beck 2001, 60-68.

3 Vgl. Christa Reich, Es kommt ein Schiff, in: Hansjakob Becker u.a. (Hg.), Geistliches Wunderhorn: Große Deutsche Kirchenlieder. München: Beck 2001, 60-68; hier: 66.

4 Ich denke hier z. B. an „Ihr Kinderlein kommet“ oder „Stille Nacht“: bliebe ich bloß an der Oberfläche des Textes stehen, dann erhalte ich am Ende eine wohlig-warme Szene der einmütigen Eintracht und Behaglichkeit.

5 Catherine A. Lugg beschreibt Kitsch meines Erachtens sehr treffend: „Kitsch can simultaneously provide psychological comfort and reinforce a host of national mythologies. It has an immediacy that art must avoid. […] What makes Kitsch “Kitsch” is its simplicity and predictability. There are no aesthetic leaps and very few, if any, surprises. […] Kitsch differs from art by being a powerful political construction designed to colonize the receiver’s consciousness. As such, Kitsch is the beautiful lie.” (Catherine A. Lugg. Kitsch: From Education to Public Policy. Routledge; 1999, 4f.)

6 Vgl. Christa Reich, Es kommt ein Schiff, in: Hansjakob Becker u.a. (Hg.), Geistliches Wunderhorn: Große Deutsche Kirchenlieder. München: Beck 2001, 60-68; hier: 63-64.

7 Vgl. Ansgar Paus, Mystik I. Religionsgeschichtlich, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 7, 2006, Sp. 583-586, hier: 584.

8 Vgl. Paul Deselaers, Mystik. II. Biblisch-theologisch, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 7, 2006, Sp. 586f.

9 Vgl. Bernhard McGinn: Mystik. III. Historisch-theologisch, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 7, 2006, Sp. 587-593, hier: 588 und Dietmar Mieth: Mystik. IV. Systematisch-theologisch, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 7, 2006, Sp. 593f.

10 Ulrich Engel, MYSTIK: Körper/Diskurse zwischen Präsenz und Absenz (Michel de Certau), in: ders., Politische Theologie „nach“ der Postmoderne. Geistergespräche mit Derrida & Co, Ostfildern 3.Aufl. 2017, 115-126, hier: 121.

11 Vgl. Tiemo Rainer Peters, Mystik V. Praktisch-theologisch, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 7, 2006, Sp. 594f.

12 Martin Dürnberger, Basics Systematischer Theologie. Eine Anleitung zum Nachdenken über den Glauben, Regensburg 2020, 176.

13 Vgl. Bianca Blei, Letzte Ruhe für die Toten im Mittelmeer, in: Der Standard, 1.Dezember 2020, 5.

14 Clemens Sedmak, Die politische Kraft der Liebe. Christsein und die Europäische Situation, Innsbruck – Wien, 2007, 54.

15 Martin Dürnberger, Basics Systematischer Theologie. Eine Anleitung zum Nachdenken über den Glauben, Regensburg 2020, 241.

Veröffentlicht von Florian Mayrhofer

ist Universitätsassistent (prae doc) am Institut für Praktische Theologie und promoviert im Fachbereich Religionspädagogik und Katechetik.

2 Kommentare zu „„Es kommt ein Schiff geladen…“ – Zur Aktualität von Weihnachten (Florian Mayrhofer)

  1. DANKE, Flo. So wichtige Aspekte!! Und ich kann Teile des Textes auch super für meinen Religionsunterricht in der Oberstufe verwenden! Wirklich von Herzen Danke für diesen wertvollen Beitrag, der wirklich an das Wesentliche dieser Feiertage erinnert und die Brücke schlägt von damals zu jetzt, vom Mittelmeer zu uns.

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  2. Herzlichen Dank für diese aufwühlende vorweihnachtliche Betrachtung! Vor ein paar Tagen habe ich im adventlichen Abendgebet dieses Lied gesungen, meditiert und meditieren lassen. Den globale Aspekt hatte ich so nicht im Blick. Er führte mir von Neuem jene Menschen vor Augen und ins Herz, die 2015 /2016 mit Booten übers Mittelmeer aus Syrien geflüchtet sind und bei uns in Purgstall/Erlauf „gelandet“ sind. Alleine Erinnerung an die Erzählungen, was diese Familien mit ihren Kindern bei dieser „Überfahrt“ erleben mussten, schnürt mir den Hals zu und treibt mir die Tränen in die Augen. Dankbar bin ich dafür, dass wir ein wenig zum Neubeginn in unserem Land beitragen konnten und wir alle erleben konnte, was Menschlichkeit/Menschwerdung in Würde und Geschwisterlichkeit bedeuten kann! Sie haben es geschafft, sie leben nun aus eigener Kraft! Im Nachhinein verstehe ich es für mich als ein göttlich-menschliches Weihnachtswunder! Möge es in nächster Zeit vielen im südlichen Europa auch so ergehen und möge es bald durch die Verwirklichung der politische Liebe und Gerechtigkeit in Europa und den angrenzenden Kontinenten die gefährlichen Bootsfahrten gar nicht mehr brauchen!
    Peter Haslwanter, Purgstall/Erlauf

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